Archiv für das Tag 'Ritual'

Rituale unserer Ahninnen

Sabienes 25. August 2010

Angeregt durch unser Gespräch (Bella, Sabine, Uta und ich) kam ich auf die Idee, mich mit den Ritualen unserer Gr0ßmütter und Urgroßmütter zu befassen.

Manches kennen wir noch aus Kindheitstagen:
“Eine schwarze Katze von links nach rechts bringt Unglück” oder das jemand aufs Holz klopft und dreimal “toi, toi, toi” sagt, um Böses fernzuhalten.
Mancherorts wurde bei Gewitter eine schwarze Kerze aufgestellt und wenn man beim Kochen gerade das Salzfass in den Händen hielt, wurde dreimal eine Brise Salz über die linke Schulter geworfen.

Unsere Großmütter wurden deswegen belächelt.

“Aberglaube”, hieß es allemal.

“Wir haben einen Blitzableiter!” beruhigte uns der Vater, der Wissenschaft und Technik mehr vertraute, als einer verstaubten Wetterkerze.

Und dennoch hat man vorsichtshalber beim nächsten Mal wieder auf Holz geklopft. Man weiß ja nie!

Ich denke, dass es in unserer Kultur viele alte Rituale gibt, die besonders bei Hochzeiten, Geburten und Unglücksfällen angewandt wurden. Aber sie geraten immer mehr in Vergessenheit.

Es würde mich deswegen sehr interessieren, was ihr noch so von euren Urahninnen wisst.
Und bin nun mal sehr gespannt!

Handfasting

sabienes 18. Juli 2010

handfasting


Am 26. Juni haben wir anlässlich der Hochzeitsfeier von Bella und André zum ersten Mal ein Handfasting-Ritual durchgeführt.

Das Handfasting ist als Hochzeitszeremonie aus dem keltischen Raum überliefert. Der Höhepunkt dabei ist das gemeinsame Verknoten der Hände des Brautpaars.

Es fasziniert mich noch heute, wie sich das Ritual und dessen Ablauf seit den ersten Überlegungen bis hin zur Ausführung entwickelt, oder besser: verselbstständigt hatte. Mir scheint es heute so, als hätte dieses Ritual, nachdem es in unseren Köpfen entstanden war, den eigenen Willen gehabt, durchgeführt zu werden, und noch mehr: es wollte auf eine bestimmte Art und Weise ablaufen.

(Das ist alles ein bisschen sehr metaphysisch, ich weiß schon)

Auf jeden Fall war dies eine sehr starke, Energie geladene Zeremonie, bei der erwartungsgemäß etliche “andere” Wesenheiten mit zugegen gewesen sind.
Möge dies dem Brautpaar viel Glück und Segen auf ihrem gemeinsamen Weg geben.

Ich möchte hier absichtlich nicht den Ablauf des Rituals veröffentlichen.

Aber bedanken will ich mich bei den Betreibern der Seiten www.hexenpfad.de und www.paganforum.de für die Inspiration.

Und natürlich bei allen Mitwirkenden, besonders Marieluise und Uta, Laura für die schöne Musik und den vielen lieben Geistern, aus welchen Welten sie auch stammen.

Was trägt die Frau von Welt beim Ritual?

sabienes 4. Juni 2007

1027047_5875267_1_huge.jpgWer sich in Gottes freie Natur begibt, um dort ein Ritual zu begehen, ist öfters mal den Elementen tüchtig ausgesetzt.
Der Regen peitscht einem ins Gesicht, Wind und Sonne dörren einen aus, man kämpft sich durch die Schneewehen….
Zudem wir alle (oder die meisten) Weibchen sind, wollen wir keine Einheits-New Age-WallaWalla-Kostüme tragen. Wir bevorzugen ein praktisches, pflegeleichtes und dennoch schmuckes Outfit.
Deswegen haben wir uns an die Gestaltung von T-Shirts und Jacken heran gewagt, die man/frau ab sofort über Spreadshirt beziehen könnt.
Wenn ihr besondere Wünsche habt, lasst es uns wissen. Das Sortiment wird ständig erweitert.
Viel Spaß beim Shopping!

P.S.: Natürlich könnt ihr zu unseren Ritualen gekleidet kommen, wie ihr wollt!

Risiken und Nebenwirkungen eines Rituals

sabienes 20. März 2007

Bei einem Ritual, und sei es noch so klein und unbedeutend, werden immer irgendwelche Energien frei gesetzt. Während des Rituals fühlen uns sehr stark mit der Natur, den Elementen und allen Wesen verbunden. Nicht nur bei sensitiven Seelen kann das einen nachhaltigen Eindruck hinterlassen, der nicht immer nur positiv sein muss. Da können Gefühle, Erinnerungen und Träume aufsteigen, von denen man eigentlich die Finger lassen wollte. Zudem trägt jeder von uns ein gut Teil Tagesgeschehen mit zum Ritualplatz, auch spontane Sympathien oder Antipathien zu den einzelnen Teilnehmern können entstehen. Gerade Personen, die erst mit uns Bekanntschaft gemacht haben, sind vielleicht von unserer Gruppendynamik überfordert.
Das alles kann verschiedene Folgen haben: man träumt in der Nacht schlecht, fühlt sich am nächsten Tag noch müde und abgespannt oder ist irgendwie “nicht in der Reihe”.
Da wir natürlich ein großes Interesse daran haben, dass jeder Teilnehmer den Ritualplatz gesund an Leib und Seele verlässt, haben wir uns Gedanken gemacht, wie und was wir in der Gestaltung verbessern können.
Dabei muss man sich vor Augen führen, dass ein Ritual ähnlich einer Meditation ist. Beim Meditieren hat alles eine gewisse Führung und Ablauf, man gibt Ruhe und schaltet die Gedanken aus. Nach dem Meditieren weckt man sich bewusst wieder auf, “kommt zu sich”, erdet sich.
So wollen wir in Zukunft auch unsere Rituale gestalten. Wir werden die Vorbereitung und den Ablauf des Rituals in unseren Händen lassen (also Marieluise, Bella und Sabine) und keine Aufgaben mehr delegieren. Auf das Ziehen des Schutzkreises, Anrufung der Elemente wird mehr geachtet, genauso wie auf die Erdung und dem Ablassen der Energie am Ende.
Ich denke, dass es auch hilfreich wäre, wenn wir auf dem Weg zum Ritualplatz die Gespräche und das Geplapper in uns drin verstummen lassen, um uns seelisch auf das Kommende einzustellen.
Wir sind kein Kaffeekränzchen, aber jeder von uns (ich auch…) hat immer viel zu erzählen. Dafür ist nach dem Ritual noch genug Zeit, manche unserer Befindlichkeiten mögen sich während des Rituals sogar erledigen.

Lasst uns unsere Rituale mit Respekt begehen!
Lasst uns repektvoll miteinander umgehen!

Wenn ihr noch Wünsche und Anregungen habt, sagt sie uns bitte.
Ansonsten findet ihr bei “Risiken und Nebenwirkungen” immer einen Ansprechpartner bei uns.

Warum feiern wir Jahreskreisfeste?

sabienes 6. Februar 2007

Warum feiern wir Jahreszeitenfeste?
Die großen Kirchen – bislang zuständig für spirituelle Feierlichkeiten aller Art – gewinnen immer mehr an Bedeutungslosigkeit. Seit Jahrhunderten ohne Bodenhaftung und Realitätsbezug können sie den Menschen immer weniger Perspektiven und Zusammenhalt geben. Viele von uns besuchen die Kirche nur noch im äußersten Notfall; gleichzeitig verkommen die großen Kirchenfeste zu Konsumorgien mit Nikoläusen ab September und Osterhasen im Februar.
Wer kennt noch die Symbolik, die hinter einem Tannenbaum oder einem Osterei steckt?
Können wir noch in unseren hell erleuchteten Straßen und Häusern erfassen, was eine Wintersonnenwende bedeuten kann?
Unsere keltogermanischen Vorfahren kannten 8 Jahresfeste: 4 richteten sich nach dem Mond und 4 nach dem Lauf der Sonne. Die Themen dieser Feste hatten immer einen Bezug zu ihrer Umgebung, sie richteten sich nach astronomischen und metereologischen Gegebenheiten. Mit ihren immer wieder kehrenden Ritualen befanden sich in einer Resonanz der Natur.
Die Natur als der Fixpunkt in unserem Leben, der wirklich dauerhaft fassbar ist und als Monument der göttlichen Seele.
Deswegen feiern wir sie in unseren Festen und Ritualen.