Bücher

Alle Götter sind ein Gott

21. August 2010

Dass der Monotheismus der heutigen Religionen aus dem Polytheismus der Naturreligionen “gewachsen” ist, lässt sich zwar nicht abstreiten, aber wieso sollte der Glaube an einen Gott, sowie dessen rituelle Verehrung, denn nur auf Grund dieser Tatsache die bessere Lösung sein?

Ich glaube der Monotheismus hat gerade mal die Quintessenz des Polytheismus erkannt, nämlich “Alle Götter sind ein Gott”. Die logische Schlussfolgerung daraus ist nicht “Na dann reicht es ja, wenn wir diesen einen Gott anbeten”, sondern “Gott gibt uns in seinen verschiedenen Erscheinungsformen die Möglichkeit ihn/sie/es besser zu begreifen und zu erfassen”. Denn Herz und Verstand werden vielmehr durch Bilder berührt, als durch ein Abstraktum. (Ein Mitglied unseres Kreises hat das an Lughnasadh noch viel schöner formuliert!)

Ich könnte hier an dieser Stelle auch ein Sachbuch empfehlen, um in dieses Thema weiter einzusteigen, aber dann würde ich mir und meinem letzten Satz, selbst widersprechen, denn ein Bild entsteht besser beim Lesen eines Romans. Eines Romans wie diesem:

die-nebel-von-avalon

Eigentlich dürfte er in der naturreligiösen Szene sehr bekannt sein. Aber ich scheue eigentlich nie die Mühe ihn trotzdem immer mal wieder zu erwähnen. Wenn du lieber Leser mich kennst und ich dir gegenüber dieses fantastische Buch noch nie erwähnt habe, möchte ich mich jetzt offizielle bei dir dafür entschuldigen.

Andererseits: Dieses Buch kommt gerade dann zu einem, wenn man dafür bereit ist. Also hoffe ich, dass ich mit diesem Beitrag jetzt die richtige(n) Person(en) erreiche.

Zu mir kam dieses Buch schon in jungen Jahren. Ich spielte ein Spiel am PC das hieß “The Sieg of Avalon” (es hatte eigentlich überhaupt nichts mit dem Buch zu tun, Avalon war in dem Spiel der Name einer Burg). Aber meine Mutter kam zufällig ins Zimmer und sprach mich darauf an. Sie hätte ein Buch das “so heißt”, welches sie mir ans Herz legte und ich war neugierig geworden und ließ es mir von ihr geben.

Als ich es gelesen hatte, war ich so begeistert, dass ich es auch gegenüber eine Schulkollegin erwähnte. Diese meinte nur es wäre eine Trilogie (was ich zu dem Zeitpunkt noch nicht wusste) welche sie persönlich nie besonders interessiert hätte und sie würde sie mir gerne schenken. Seit ich dieses Buch gelesen hatte, glaubte ich sowieso nicht mehr an Zufälle. Aber im Nachhinein ist das alles schon sehr mystisch gewesen.

Ein paar Tage später hielt ich alle drei Bücher in einer der typischen Umverpackungen für Trilogien in Händen. In meinem Buch waren die zwei anderen kein Stück erwähnt worden. Ich merkte auch schnell, weshalb: “Die Nebel von Avalon” ist zwar der dritte Band der Trilogie, aber er wurde als erstes geschrieben und die anderen zwei spielen zwar vor seiner Zeit (erzählen die Vorgeschichte) kamen aber erst viel später heraus. Sie heißen “Die Wälder von Albion” und “Die Herrin von Avalon”. Grundsätzlich kann man diese schon auch lesen, aber ich würde in jedem Fall zuerst “Die Nebel von Avalon” lesen und danach überlegen ob die Vorgeschichte von Interesse ist.

Was mich an “Die Nebel von Avalon” so begeistert, ist die Tatsache, dass eine Geschichte, von der jeder schon einmal gehört hat, nämlich die Sage um König Artus und seine Ritter der Tafelrunde, diesmal aus der Sicht einer Frau erzählt wird. Nämlich von Artus Halbschwester Morgaine, die in den meisten uns bekannten Geschichten als böse Fee oder Hexe dargestellt ist. Nun wissen wir ja, dass das liebe Christentum gerne mal heidnische Anhänger in schlechtes Licht gerückt hat. Also ist die fiktive Darstellung der Autorin über eine “gute Morgaine” (die hinterher verteufelt wurde) gar nicht so sehr an den Haaren herbeigezogen.

Zur Artus Zeit ist das Christentum noch neu und jung. Es hat schon viele Anhänger, aber viele Menschen (besonders die Ärmeren/Bauern) sind dem alten Glauben treu geblieben und die Priesterinnen und Druiden arbeiten noch im Hinter(/Unter)grund und sind ebenso Fädenzieher wie die christlichen Priester. Alles dreht sich wie so oft im Leben um Macht und um deren Umverteilung, insbesondere weg von der Frau und hin zu dem Mann.

Sicher ist es eine fiktive Geschichte, aber der Leser der hier ganz eintaucht und in der Lage ist durch den Schleier der Nebel zu sehen wird viel für sich gewinnen können. Ich möchte jetzt eigentlich auch nicht zu viel verraten. Die Quintessenz ist ja ganz oben schon erwähnt!

Mich hat dieses Buch von Anfang an im innersten meiner Seele angesprochen und es hat viel dazu beigetragen, wer ich heute bin und was ich glaube und auch voller Stolz praktiziere.

 

Mit den besten Empfehlungen

Eure Bella

 

P.S.: Hier könnte man es zum Beispiel ganz versandkostenfrei bestellen: Die Nebel von Avalon

Achso es gibt auch eine zweiteilige Fernseh-Verfilmung. Die kann man sich schon auch mal anschauen. Aber bitte zuerst das Buch lesen. Selbst in diesen “zwei Filmen” ist gerade mal 1/4 von dem Inhalt des Buches verarbeitet. In diesem Fall wirklich ganz wichtig: Erst Buch dann Film!

Im Reich der Naturgeister

26. Mai 2010

Im Reich der Naturgeister

Dieses wunderschöne Tarotdeck von der Autorin Jeanne Ruland und der Künstlerin Iris Merlino galt eine Zeitlang als vergriffen und wurde nun endlich vom Schirner Verlag neu aufgelegt.

Es enthält neben einem Anleitungsbuch 56 Karten zu den verschiedenen Naturgeistern oder Naturwesen, wie Devas, Sylven, Undinen, Kobolde usw. .
Dabei werden die Beschreibungen niemals oberflächlich, die hochinspirierten Bilder niemals kitschig (außer vielleicht bei den Zwergen … aber irgendwie müssen die wohl so aussehen)

Im Moment lege ich mir damit fast jeden Tag eine Tageskarte, man könnte auch größere Legungen damit veranstalten, wenn man das möchte.

Gerade an Litha (Sommersonnwende) sind die Grenzen zur Anderwelt sehr durchlässig. Es ist bestimmt keine schlechte Idee, dieses Deck mit in das Litha-Ritual mit einzubauen.

Die Herrin und der Sommerkönig

2. Dezember 2009

Herrin und der Sommerkönig


Wenn man dieses Buch zum ersten Mal in den Händen hält, hat man den Eindruck, dass es sich hier um etwas ganz besonders handelt. In dem Einband der gebundenen Ausgabe (die momentan bei Amazon den selben Preis, wie das Paperback hat) ist eine Art Zauberstab mit 3 Spiralen geprägt. Auch der Blick auf die fast 900 Seiten (hier lohnt sich die gebundene Ausgabe schon aus Gründen der Haltbarkeit) ist erfreulich: eine feine, außergewöhnliche Schrift, mehrere Karten und sonstige Grafiken, jedes Kapitel hat ist mit einem passenden Bildchen verziert.

Zur Story Irgendwo in irgendeiner Welt zu irgendeiner Zeit: Das aufgeweckte Mädchen Shanna geht bei der Hexe Gunde in die Lehre. Gunde ist als Hexe eine Anhängerin des Götterpaares Gehörnter Gott und Schwarze Göttin. Was diese von ihrer Glaubensgemeinde verlangen sind Lustorgien, wo und wann immer es einen überfällt. Dies soll einer optimalen Energiefokussierung und besserem Versenken in Trancezuständen dienen.
Shanna lernt fleißig, avanciert bald zum Liebling der Götter und wird von ihnen zur Herrin bestimmt, um gemeinsam mit dem Sommerkönig (Kunort, der Jäger) durch die Lande zu ziehen, Lust und Fruchtbarkeit zu verbreiten und gegen das Böse zu kämpfen.

Mit von der Partie sind allerlei Hexen, Magier, Schamanen. Man trifft auf Charaktere wie die Spiegelhexe, den Traumhändler oder den König der Dunkelelben.

Eigentlich hat Axel Brück damit ein prächtiges Werk geschaffen, einen Fantasyroman, der nicht ganz an die populären Vorlagen wie Harry Potter oder Herr der Ringe heranreicht, aber dennoch ein wenig an den großen Statuen krazten könnte.
Leider vergibt er zuviele Chancen an das explizite Beschreiben von orgiastischer Koppulation. Wenn die Inquisiteure ehemals die Hexen beschuldigten, zu Beltane es auf dem Blocksberg mit dem Teufel zu treiben, hatten sie anscheinend gar nicht so unrecht. Allerdings wussten sie wohl nicht, WIE die Hexen in Wirklichkeit dorthin gelangten!

Alles in allem weiß ich nicht, ob ich das Buch empfehlen soll oder nicht. Und wenn man sich die Kommentare dazu bei Amazon durchliest, geht es vielen Lesern ähnlich.
Es gibt viel Schönes, aber oft hat es mich so geärgert, dass ich es weglegen musste. Es ist neben all der verwendeten Phantasie zu plakativ, zu simpliziert und zu vordergründig.
Für jemand, der sinnliche Literatur schätzt, mag das Werk genau das Richtige sein. Allerdings ist der Begriff “Literatur” eventuell auch ein wenig hochgestochen.
Das Buch ist im Übrigen auch wenig spirituell. Jemand, der sich neu mit der Thematik Naturreligionen auseinandersetzt, mag es vielleicht sogar abstoßen.

Axel Brück ist der Verfasser mehrerer Bücher und geführter Meditation aus der Schamanenecke. Es ist fraglich, ob man sich dem anvertrauen kann.

Dorothy Morrison’s Yul

2. Dezember 2009

Eine Buch Rezension.

yul

Ich kann nicht behaupten, dass es mir leid tut, dieses Buch gekauft zu haben, schließlich war es reduziert. Jetzt weiß ich ja auch warum – grins.  Aber Scherz bei Seite. Grundsätzlich erfährt man in diesem Buch sehr viel über Ursprung und Verbreitung des Jul-Festes. Es ist wohl DAS Fest der 8 Jahreskreisfeste, da es wirklich auf der ganzen Welt bekannt ist. Zwar leider nicht jedem mit seinem Ursprungsgedanken, aber die positive Message bleibt in jedem Land, über deren verschiedene Bräcuhe die Autorin am Anfang berichtet, definitiv erhalten. Dorothy Morrison ist selbst Wicca-Hohepriesterin. Leider ist in diesem Buch keine rituele Zeremonie dargestellt, wie sie sie in ihrem Wicca-Coven zelebrieren würde, wenn Sie denn dies tut!? Wenn nicht, wozu ist man dann Wicca-Hohepriesterin, frage ich mich da. Vielleicht liegt es daran, dass ihr Mann Christ ist. Sie macht also irgendwie allein so eine Art Zeremonie mit einem Julscheit und ihrem Ofen. Was bei mir mit der Nachahmung leider nicht funktioniert, weil ich keinen Ofen habe. Dann gibt es da no eine Art Adventskalender, wo z.B. heute am 2. Dezember drin steht, dass man seine Weihnachtspost mit den Worten: Glück und Freude sei in diesen Karten, das wir denen wünschen, die auf sie warten Mit Liebe und Freude sei’n sie verstehen Ihren Empfängern soll Gutes geschehen – abschicken soll. Außerdem soll man an fast jedem Adventstag auf irgend eine andere Gottheit trinken (manchmal mit Orangensaft, manchmal mit Wasser). Außerdem ist in diesem Buch eine Anleitung, wie man aus Waschpulver eine Schneelandschaft basteln kann und noch einige andere sehr kitschige Bastelideen, sowie Rezepte von Greti und Pleti. Am geilsten war ja noch: Schneecreme: Man nehme eine Schüssel voll Schnee und füge Zucker und Sahne hinzu! Oder wie wäre es mit einem leckeren Kirsch-Cola-Salat… da Coca-Cola ja den Weihnachtsmann erfunden hat, dürfen solche Rezepte in einem Jul-Buch natürlich nicht fehlen.

Naja, wenigstens hat mich das Buch super unterhalten :)

Monnica Hackl

30. Oktober 2009

Monnica Hackl - Der magische Haushalt
Heute möchte ich gleich 2 Bücher von Monnica Hackl vorstellen. Monnica Hackl ist Heilpraktikerin und Schamanin und lebt in Süddeutschland. Wenn man sie liest, hat man den Eindruck, eine etwas verschrobene und leicht bigotte ältliche Tante vor sich zu haben. In Wirklichkeit (bzw. auf ihrer Internetseite) ist Monnica Hackl eine adrette 5ojährige Frau mit einer Vorliebe für Rüschenblusen.

Das 1. Buch trägt den Titel: “Der magische Haushalt”.
Wer sich darunter eine Anleitung vorstellt, mit der man “HexHex” und in deosilem Sinn die Wohnung putzt, irrt.
Es ist vielmehr eine Auflistung von Dingen nach dem Motto “Aberglaube auf dem Lande”. Frau Hackl scheint bei ihren Recherchen über alte Brauchtümer, Glücksbringer und Anrufungen durch die gesamte Alpenregion (und im Kapitel über Feng Shui bis ins ferne China) gereist zu sein. Manches Körnchen Wahrheit lässt sich finden, aber im Großen und Ganzen erschien mir Stil und Inhalt sehr bieder und etwas abgeschmackt. Es riecht beim Lesen ein wenig nach Omi, wobei ich davon überzeugt bin, dass etliche Großmütter noch interessantere “Hexentipps” in petto haben.


Monnica Hackl - Deine Glückssymbole

Das 2. Buch, dass ich heute vorstellen möchte, trägt den Titel: “Deine Glückssymbole”.
Laut eigenen Angaben fertigt Frau Hackl auf Bestellung für Kunden “gechannelte” Symbole, die sie “der Einfachheit halber” in Postkartengröße ausdruckt, eintütet und dann als Standardbrief verschickt.

Ich hoffe, die armen Menschen müssen ihr diese Dienstleistung nicht teuer vergüten. Denn diese Symbole sind erschreckend billig und schlecht. Das schönste und interessanteste von 111 Symbolen, dass ich gesehen habe, ist das umgedrehte Auge auf dem Titel des Buches. Ansonsten war nichts, aber auch absolut gar nichts in dem Buch zu finden, was mich auch nur annähernd angezogen hätte. Bar jeglicher zeichnerischen Begabung kritzelt sie scheinbar lieblos seltsame Sachen zu Papier. Vieles enthält die drastische Symbolik eines Fleißbildchens, bestenfalls fühlt man sich an die lustigen Droodles erinnert. (Das waren diese kleinen Bildchen, bei denen man raten musste, was sie darstellen sollen. Zum Beispiel waren 2 konzentrische Kreise 1 Mexikaner mit Sombrero von oben)
Natürlich: Symbole haben die Macht, die man ihnen erteilt.
Und wenn man in Not ist, sucht man nach jedem Strohhalm.

Dennoch muss ich sagen, dass gerade dieses Buch sein Geld nicht wert ist. Das ganze gäbe es dann auch noch als Orakelkartenset…. brrr…..

Ich habe beide Bücher zusammen gekauft, bzw. hatte ich bei einem Buchhändler im Internet einen Gutschein, den ich für diese Werke eingelöst habe. Somit habe ich nicht viel Geld verloren, ich hätte den Gutschein auch für den Jubiläumsband von Asterix und Obelix einlösen können. Der soll auch nicht besonders gut sein, hat dafür aber Kultcharakter.

Hier kann man sehen, dass man auch auf dem Hexen-, Schamanengenre Frösche küssen muss und wie manch einer mit einfachsten Mitteln sein Geld verdient.

Das Hexenhandbuch von Kate West

3. Oktober 2009

Hexenhandbuch

Aus dem Klappentext: Diese fundierte Einführung in die Hexenkunst setzt sich sehr bewusst ab von vordergründigem Zauberkitsch und Hexenschnickschnack; hier geht es um die Lebenswirklichkeit ernsthafter Wicca-Anhängerinnen und um praktische Anleitung auf diesem Weg. Kate West untersucht die Mythen über das Hexenwesen, seine Feste, geistigen Voraussetzungen, Praktiken und Gebräuche. Sie macht klar, welche Verantwortung mit der Hexenmacht verbunden ist, und lehrt zahlreiche Zauberformeln und magische Handlungen.

Kate West ist seit über 30 Jahren praktizierende Hexe. Sie ist Vizepräsidentin der Pagan Federation und Hohepriesterin des Hexenkoven “Hearth of Hecate”. Sie wohnt in England mit ihrem Sohn und ihrem Ehemann, der ebenfalls Hoherpriester des Hexenkovens ist. Sie veranstaltet regelmäßig Vorträge und nimmt an Hexentreffen in Großbritannien, den USA und auf dem europäischen Festland teil. Von ihr sind bereits sechs Bücher über die Hexenkunst erschienen.

Meine Meinung:

Mich hat selten ein Buch so inspiriert und mir gleichzeitig soviel Lust auf Rituale gemacht, wie dieses. Auf knapp 290 Seiten schreibt Kate West über den Mythos und die Wahrheit des Hexentums, über die 8 Jahreskreisfeste, über Rituale und Möglichkeiten diese zu feiern und nötiges oder unnötiges Handwerkzeug. Dabei bleibt sie immer auf dem Boden, ihre Vorschläge sind alltagstauglich und niemals dogmatisch. Umfangreiche Literaturtipps und Links runden das alles noch ab.
Schön fand ich auch, dass sie sich keinen Fantasienamen à la Shalila oder Thekla oder Ravenwulf gibt, sondern mit einem Allerweltsnamen auftritt (der muss dann für mich nicht mal echt sein, kann aber). Sie selbst nennt sich nicht “Wicca”, weil ihr der Begriff zu abgehoben ist. Irgendwie mag ich das auch.

Man kann sich als Hexe einem Covern anschließen oder “freifliegend” arbeiten, man muss sich nicht mal als Hexe betrachten, um magische Arbeit zu leisten. Ob man sich nun als Wicca bezeichnet oder sich in keine Schublade stecken lassen möchte:

Man kann tun, was man will, solange man niemand schadet.

Dieses Buch kann ich jedem Anfänger, aber auch Profi ans Herz legen.
Erwerben könnt ihr es bei amazon oder einem Bücherhändler eures Vertrauens.


Strandliteratur für Göttinnen

9. April 2009

Dragon Love

Man kann nicht immer hochgeistige, spirituelle, anspruchsvolle Literatur genießen.

Manchmal braucht man etwas leichtgängiges, unterhaltendes, triviales – Strandliteratur eben.

Natürlich sollte das Werk trotzdem ein gewisses Niveau haben. Und obwohl ich für solche Fälle gerne mal ein Buch aus der Scheibenwelt-Serie von Terry Pratchett lesen, geriet ich nun an das Buch ‘Dragon Love’ von Katie MacAlister, dass ich hier vorstellen möchte.

Eigentlich sollte die Amerikanerin Aisling Grey lediglich eine wertvolle Statue in Paris abliefern und gerät dabei unversehens in die tötlichen Intrigen des Pariser au delà – der Anderswelt. Hier erfährt sie ihre wahre Bestimmung: sie ist eine Hüterin – auch wenn sie gar nicht weiß, was man da so macht und die Gefährtin eines Wyvern der grünen Drachen – des Mensch gewordenen Drago Vireo. Dieser ist sowas wie ein ‘Natural Born Alphamännchen’ und die Szenen, in denen die leidenschaftlich- erotischen Begegnungen der Beiden beschrieben werden, sollte man seinem Lebenspartner besser nicht vorlesen (oder vielleicht doch?)

In der Story wird kunterbunt weiße und schwarze Magie durcheinander geworfen, gespickt mit ein wenig Wicca-Wissen und Göttinnenkult. Sie ist irgendwo zwischen Buffy, Sagaland und Harry Potter angesiedelt. Aber voller Witz beschreibt Katie MacAlister die Wandlung einer etwas verpeilten jungen Frau zu einer klugen und selbstbewussten Magierin, der es trotzdem nicht an Bodenhaftung fehlt.

Es ist kurzweilig zu lesen, ich hatte dennoch nie die das Gefühl, zu sehr ins Banale abzusinken.

Und ein paar Körnchen Wahrheit sind allemal zu finden.

Und ich freue mich schon auf den Juli, dann erscheint nämlich der 2. Band der Reihe.

Band 1 bei Amazon kaufen:

Dragon Love 01: Feuer und Flamme für diesen Mann

Mond, Tanz, Magie – Eine Buchbesprechung

17. Februar 2007

Mond Tanz MagieSie tanzt für Steine, Kreuzspinnen und manchmal auch für Menschen.
Luisa Francia, Jahrgang 49 lebt in München und ist dort auch mit ihren Büchern in spirituell angehauchten Frauenzirkeln seit etlichen Jahren bekannt.
Ich kannte das Buch auch aus diesem Zusammenhang, konnte es aber erst jetzt so richtig gebrauchen und genießen, als ich begann, mich mit Monden und Ritualen auseinander zu setzen.
Sehr eindrucksvoll berichtet hier Luisa Francia von dem Jahreskreis der 13 (13!) Monden und den dazugehörigen Festen. Dabei assoziiert sie gekonnt die einzelnen Monden mit bekannten Frauenarchetypen, wie Nymphe, Sybille oder Salome. Sie weiß viel über die Entstehung der Feste, bleibt aber dabei in heimischen Sphären wie den Alpenraum, was ich sehr angenehm finde. Außerdem gibt sie Anregungen für die Rituale und den dazu gehörigen Tänzen. Überhaupt Tanzen! Das ist wohl das wichtigste für sie und auch wir haben in unseren Ritualen festgestellt, wie wichtig der Tanz für den Energieausgleich ist.
Im Anhang gibt es noch sehr schöne und zugleich mutige Schwarzweißfotos von ihren Tanzdarbietungen.
Dieses Buch finde ich sehens- und lesenswert. Zwar scheint im Moment für mich nicht alles nachvollziehbar, geschweige alltagstauglich. Aber das muss es auch nicht sein!

Dieses Buch jetzt kaufen: Mond, Tanz, Magie

Ceridwen und die Sau

15. Februar 2007

ceridwen-sau.jpg

Ich muss sagen, ich grusele mich ja selbst ein bischen ;) hätte nicht gedacht, dass meine Darstellung von “Ceridwen auf der Sau” so abstrakt wird, aber es kam einfach so über mich! Ceridwen hat nun mal eine dunkle Seite, weswegen wir am Anfang auch noch gezweifelt haben, ob sie wirklich die passende Namensgeberin für den Ritualkreis ist. Heute kann ich von mir sagen, dass ich allen Zweifel abgelegt habe und mich voll und ganz mit ihr als der “großen Mutter des Kreises” identifizieren kann. Auf der Suche nach Ceridwen stößt man unweigerlich auf zwei Symbole. Ich muss an die Tage zurück denken, als wir das Logo für den Ritualkreis planten und Sabine mich “von der Sau weg… hin zum Kessel” lenkte, indem sie mir versuchte zu erklären, dass eine Sau nichts ist, womit sich Menschen identifizieren können und es das Ganze doch “a weng” ins lächerliche ziehen würde. Ich mag Schweine halt! *lach* Es kommt vielleicht auch darauf an, welche Erfahrungen man mit Schweinen gemacht hat. Bei Omas Nachbar-Bauern standen meine Schwester und ich als wir klein waren begeistert am Gitter des Ferkel-Stalls und ließen uns von den kleinen rosa Schweinchen an den Gummistiefeln rumnuckeln :) Die Sau ist ein Symbol für Fruchtbarkeit, da Schweine sich ja sehr rasch und in hoher Zahl vermehren. Außerdem ist die Bache (die Mutter-Sau) eine hingebungsvolle Mutter, die ihre Jungen rigoros verteidigt. Schweine ziehen ihre Jungen in freier Wildbahn übrigens in einem reinen “Sau-Rudel” auf. Die Eber wiederum bilden eigene Rudel. Der Ausdruck “Schwein gehabt!” zeugt von hoher Achtung die Menschen dem Tier zu Teil werden lassen und nicht umsonst haben viele verantwortungsbewußte Menschen ein “Spar-Schwein”. Die Beschimpfung “Du dumme Sau!” allerdings, zeugt von wenig Intelligenz. Haben doch Studien bewiesen, dass Schweine mindestens so intelligent sind wie Hunde. Manch einer hält sich sogar ein Hausschwein. Das Schwein und der Kessel haben viel gemeinsam. Ich spreche nicht von der gewölbten Form – es ist ja nicht zu übersehen – es geht um die symbolische Bedeutung. Der Kessel ist auf Grund der Verbindung zum Mutterleib, so wie die Sau ein Symbol für Fruchtbarkeit. Dies lässt sich in Bezug auf den Kessel auch durch die Geschichte von Taliesin verdeutlichen. Ceridwen ist in dieser walisischen Geschichte eine Zauberin, die einen hässlichen Sohn hat. Um von dessen Hässlichkeit abzulenken, möchte sie ihn zu einem weisen Mann machen und Braut in ihrem Kessel einen Trank für ihn, von dem nur drei Tropfen die Weisheit beinhalten. Dieser Trank muss ein Jahr und einen Tag kochen und zu bestimmten Mondzyklen müssen bestimmte Kräuter hinzugefügt werden. Da sie nicht ständig den Kessel bewachen kann beauftragt sie den Jungen Gwion Bach (in einigen Quellen heißt es er ist ihr anderer Sohn) auf den Zaubertrank aufzupassen. Durch ein Versehen spritzen aber drei Tropfen des Gebräus auf die Hand des Gwion Bach und der steckt die Finger in den Mund um die Verbrennung zu lindern, merkt aber im selben Augenblick, dass er die Weisheit erlangt hat und realisiert, wie zornig Ceridwen auf ihn sein würde, wenn sie ihn in die Finger bekäme. Der Rest des Zaubertrankes wird zu Gift und der Kessel zerspringt. Als Ceridwen die Zerstörung sieht, nimmt sie zornig die Verfolgung auf. Gwion Bach hat sich derweilen schon versteckt, als er aber merkt, dass Ceridwen auf sein Versteck zukommt verwandelt er sich in einen Hasen (zu dieser Zaubertrank-Sache gehören auch Verwandlungkünste) und läuft davon. Ceridwen aber durchschaut ihn und verwandelt sich in einen Greyhound um ihn zu jagen. Er verwandeld sich seinerseits in einen Fisch, sie sich in einen Fischotter. Er verwandels sich in einen Vogel, woraufhin sie sich in einen Adler verwandelt. Zu letzt meint er sich unter tausenden Weizenkörnern in einer Scheune verstecken zu können, sie aber verwandelt sich in ein Huhn und pickt ihn auf. Als sie sich jedoch wieder in einen Menschen zurück verwandelt, stellt sie fest dass sie schwanger ist. Eigentlich möchte sie das Kind töten, als sie es gebiert, da es aber so wunderschön ist, bringt sie es nicht übers Herz und setzt es in einem Boot aus, lässt es den Fluss hintunter treiben (ähnlich wie bei Moses, oder?), wo es dann auch vom Prinzen Ephin gefunden wird, der den Knaben Taliesin nennt (“glänzende Stirn”), denn der Junge hat die Weisheit durch die “Wiedergeburt” nicht verloren und er wird der ersten und höchsten Barde von Wales und noch lange danach nennen sich die Barden “Cerddorion” – Söhne der Ceridwen. In dieser Geschichte kommen sehr gut die verschiedenen Attribute der Ceridwen zum Ausdruck. 1. Ihr Sohn ist nicht mit Schönheit gesegnet, sie möchte ihm dafür einen Ausgleich geben, sie ist also eine fürsorgliche Mutter. 2. Obwohl Gwion durch den Trank der weiseste Mann überhaupt geworden ist, ist sie immer noch klüger und durchschaut ihn. 3. Trotz ihres Zorns und des Vorhabens, hat sie einen weichen Kern und tötet das Kind nicht, sondern lässt das Schicksal entscheiden. Die Geschichte ist sehr alt und voller Symbolik und es ist noch lang nicht alles, wass es über Ceridwen zu berichten gibt. Aber es ist ein Anfang und ich werde noch mehr über Ceridwen schreiben, versprochen!

Eines der wenigen Bücher wenn überhaupt das einzige (also nur ausschließlich über Ceridwen) kann man bei unserem Partner Amazon erwerben. (Keine Versandkosten für Bücher!)

Ceridwen. Die Rückkehr der dreifaltigen Göttin

Buchtipp und Text von Bella ;)

Die Göttin

7. Februar 2007

GöttinDie Göttin ist in dir!

Wir müssen uns bewusst werden, dass das Göttliche nichts ist, was man im Außen findet. Es gibt eine Aussage von Jesus:

Lk 16,20

“Das Reich Gottes kommt nicht so, dass man`s mit Augen sehen kann. Man wird auch nicht sagen: Sieh, hier! oder da! Denn siehe, das Reich Gottes ist drinnen in euch.”

Oder auch:

1.Korinther 3,16

“Wißt ihr nicht, daß ihr Gottes Tempel seid und der Geist Gottes in euch wohnt?”

Und trotzdem:

Schon immer machen sich Menschen Bilder von Gott, denn was das Auge fassen kann, kann der Geist leichter begreifen.

Ich habe mich vor einiger Zeit nach einer Beschreibung der Göttin an deren Darstellung herangewagt (zur Normalansicht das Bild bitte anklicken). Die Beschreibung:

Frederik Hetmann, “Wie Frauen die Welt erschufen”, Apuleius: Die natürliche Mutter aller Dinge, die erste Erzeugerin der Welt, S. 115, 3.Absatz (Lucius beschreibt die Erscheinung der Göttin):

“Vor allem besaß sie eine Flut Haar, die in Wellen um ihren göttlichen Nacken spielten. Auf dem Kopf trug sie eine Girlande, aus Blumen geflochten. Mitten auf der Stirn saß ein flaches Diadem wie ein Spiegel oder genauer, nach dem Licht, das es ausstrahlte zu urteilen, dem Mond zu vergleichen. Rechts und links wurde es eingefaßt von zwei Schlangen, die sich aus Furchen in der Erde erhoben, und über all dem neigten sich Kornähren. Ihr Kleid war aus feinstem Leinen. Es leuchtete in verschiedenen Farben. Hier weiß und strahlend, dort gelb wie Krokusblüten, an anderen Stellen hellflammend wie Rosen. Ihr Mantel, der meine Augen und meine traurige Seele verwirrte, war dunkel und finster. Seine Schwärze glänzte. Er wand sich gerafft von ihrem linken Arm zu ihrer rechten Schulter, dass es aussah, als trage sie dort einen Schild. Der andere Teil fiel gefältet auf den Saum ihres Kleides, was sehr anmutig aussah. An manchen Stellen funkelten am Saum und über den ganzen Umhang hin verstreut Sterne, und mitten unter ihnen sah man den Mond in halber Fülle, und er leuchtete wie eine Flamme. Um die ganze Länge des Saumes von diesem göttlichen Gewand war eine Girlande aus Blumen und allen Früchten des Feldes geflochten. Ganz verschiedenartige Dinge trug sie bei sich. In der rechten Hand eine Zimbel aus Messing, ein flaches Stück Metall, wie eine Brünne gestaltet, in dessen Rand sich eherne Ruten befanden. Wenn sie mit dem Arm dieses dreifache Gewinde bewegte, ertönte ein heller, klarer Klang. In der Linken hatte sie einen goldenen Becher, der aussah wie ein Boot. Am oberen Teil des Gefäßes, der am besten sichtbar war, an dessen Henkel, züngelte eine Natter. Ihre mit Duftstoffen gesalbten Füße steckten in Schuhen, die mit Siegespalmen bestickt waren. …”

Blessed Be

Quests for the Celts
Das Buch ist käuflich bei unserem Partner Amazon zu erwerben. Die Versandkosten sind frei!

Wie Frauen die Welt erschufen. Mythen, Märchen und Legenden von der weiblichen Gottheit.