Keltische Spirale

"Was feierst du? Wir feiern das Leben!"
Wachstum und Vergänglichkeit begegnen uns in unserem Leben, sowie im immer währenden Kreislauf der Natur.
Diese bietet uns, durch ihre sichtbaren Punkte der Wandlung, Anlass in unser Innerstes zu spüren und dadurch die kleinen und großen Veränderungen in unserem Leben zu meistern.

Dank an Mutter Erde

11. Dezember 2011

Oh, Mutter Erde, Dank sei dir

für das, was du uns beschert.

Mit deiner Kraft und uns’rem Schweiß

hast du uns wohl genährt.

 

Nun ruh’ dich aus und träum’ geschwind

den allerschönsten Wintertraum.

Der Frühling kommt und küßt dich wach,

auch den geliebten Apfelbaum.

 

( Annegret Kronenberg)

 

Samhain

6. November 2011

Samhain war:

  • Stille sehen
  • Dunkelheit hören
  • Vergangenes begrüßen

Gleichzeitig barg unsere Samhainfeier auch etwas Neues, ein Experiment.
Denn entgegen meiner früheren Aussagen haben wir diesmal den Naturgeistern nicht nur Nüsse geopfert, sondern auch ein Stamperl guten Birnenschnaps. (Über Gin, den Tatzelwurm immer vorschlägt,  verfügt unsere Hausbar nicht)

Heute eine Woche nach unserem Ritual ging ich wieder an unserem Ritualplatz vorbei.
Der ausgehöhlte Kürbis, den ich samt Teelicht nun entsorgen wollte, war nicht mehr da.

Ein bisschen schlechtes Gewissen habe ich nun schon, denn eigentlich streben wir an, dass wir unsere Plätze immer ordentlich verlassen.
Den Kürbis wollten wir noch ein bisschen zur Freude von vorbei kommenden Wanderern stehen lassen und ein paar Tage später dann wieder aufräumen.

Aber das Schnapsgläschen, dass ein paar Schritte weiter etwas versteckt stand, war bis auf ein paar Fichtennadeln leer!

Jetzt frage ich mich: Waren da wirklich Naturgeister am Werk oder gibt es in einem bestimmten Wald nun ein paar verkaterte Mäuschen?

Kürbis

Wo vor einer Woche noch wilde Samhain-Feste gefeiert wurden ...

Ritualplatz

... ist jetzt wieder alles still und leer!

Die Einstellung zur Jahreszeit

1. November 2011

Hallo Ihr Lieben,

anlässlich der Zeitumstellung und unseres Samhain-Rituals letzten Sonntag (auf das ich zwar jetzt nicht näher eingehen werde, aber es war sehr schön!) habe ich mir Gedanken gemacht über die nasse, dunkle, kalte Jahreszeit, die für mich jetzt so richtig angefangen hat und von der ich immer behaupte, dass ich sie lieber mag als die andere Hälfte des Jahres.

Meistens wenn ich jemanden erzähle, dass ich den Herbst und den Winter als Jahreszeit bevorzuge, stoße ich auf Unverständnis. und Kommentare wie: “Also nein, ich bin immer froh, wenn das vorbei ist.”

Auf der Suche im Web nach Statistiken darüber welche Jahreszeit die bevorzugte ist, bin ich dann überraschenderweise auf einen ganzen Haufen von Menschen gestoßen die auf die Frage “Sommer oder Winter?” mit  “Ganz klar – Winter!” antworteten.

Also habe ich es vielleicht immer nur den falschen Menschen erzählt, dass ich den Winter mag?

Begründungen der Personen , die den Winter bevorzugen enthielten meistens:

-Gemütlichkeit im Warmen

-einkuscheln

-warme Getränke

-Weihnachtsmarkt

oder wenn sie sich auf den Herbst bezogen:

-die Farbenpracht der Natur

-Spaziergänge

-die gute Luft

Aber eine Aussage gefiel mir am besten: Jede Jahreszeit hat ihre Vorzüge und es kommt immer auf die eigene Einstellung dazu an und was man daraus macht. Vielleicht habe ich ja einfach nur eine bessere Einstellung zum Winter. Die kann natürlich daher rühren, dass ich im Januar Geburtstag habe und dass ich Weihnachten sehr gerne mag und an diesen beiden Tagen immer reichlich beschenkt wurde. Demnach habe ich mir meine gute Einstellung zum Winter vielleicht nicht selbst erarbeitet. Sondern es hat sich einfach so ergebn.

Ich könnte zwar nicht von mir behaupten, ich würde den Sommer hassen, aber ich werde mir jetzt etwas mehr Mühe geben meine Einstellung zum Sommer zu verbessern. Dann kann ich das nächste mal sagen: “Ich finde alle Jahreszeiten schön!” , wenn das Thema mal wieder aufkommen sollte und so vielleicht dem ein oder Anderen einen Denkanstoß geben.

 

Auf jeden Fall wünsche ich euch allen eine schöne “dunkle Jahreszeit”,

genießt die kuscheligen Momente,

Eure Bella

(Bild: Kürbis und Fackel, 31.10.2011 Samhain)

Handfasting 2011

20. Juni 2011

Sommerblüten

„Eine große Liebe ist eine Lebensleistung, die über einen sehr langen Zeitraum erbracht wird.
Je länger wir zusammen sind, umso mehr fühlen, denken und handeln wir gemeinsam.”

Ein Handfasting bei einem Paar, dass schon mehrere Jahre verheiratet ist, hat eine andere Qualität, als bei Frischvermählten.

Eigentlich wird dabei bestätigt, was beide Eheleute längst wissen.
Und um einen Segen gebeten, den beide längst haben.

Es ist eine schöne Geste, auf diese Art und Weise sein Eheversprechen zu erneuern!

Opfer für Naturgeister

1. Juni 2011

Waldgeister

Immerwieder höre und lese ich von Opfergaben in Form von Milch oder Kuchen oder Schnaps an Naturgeister.
Ich bin da immer ein bisschen im Zwiespalt, wenn ich mir das vorstelle.
Einerseits wird dies von Menschen praktiziert, von denen ich eine hohe Meinung habe und deren Urteil ich schätze.
Andererseits hat mich immer wieder irgendwas davon abgehalten, dies auch so zu handhaben.

Ich habe das bisher auf meinen Geiz geschoben ….

Und heute kam mir folgende Geschichte in den Sinn:

Stellen wir uns mal vor, wir hätten einen lieben Großvater, der nun seinen 90. Geburtstag feiert.
Der Opa hat sich früher für Autos interessiert und da wir über genügend Geld verfügen, schenken wir ihm einen schönen roten Sportflitzer, z.B. einen Jaguar.
Er wird sich natürlich freuen und sich überschwenglich über dieses noble Geschenk bedanken.
Er wird dem Pfarrer, dem Friseur und dem Zahnarzt davon erzählen und auch ein bisschen stolz sein.
Aber er wird so ein Höllenteil wahrscheinlich niemals fahren. Seine Knie und seine Hüfte ächzen unüberhörbar bei dem Versuch, sich in die Sportsitze zu zwängen; er traut seiner Sehkraft und seinem Reaktionsvermögen nicht mehr, hat vielleicht den Führerschein bereits abgegeben.
Vor allen Dingen aber hat sich seine Zeit geändert! Es ist ihm nicht mehr wichtig, es bereitet ihm keine Freude, keinen Genuss mehr.
Er hat nun andere Vorstellungen, Sorgen, Gedanken.
Trotzdem freut er sich und ist dankbar, weil er sich geehrt und geliebt fühlt.

Und nun stellen wir uns mal vor, wir haben kleine Kinder, die auch dem Opa, ihrem Ur-Opa, zum 90. Geburtstag gratulieren.
Die haben halt kein Geld.
Aber das älteste Kind malt ein schönes Bild mit einer Blumenwiese und einer Sonne.
Und das Jüngste kann noch nicht malen, schlingt dafür seine Ärmchen um den Hals des alten Mannes und flüstert ihm ins Ohr: “Du bist der beste Opa der Welt!”

So meine ich das.

Ich kann mir einfach nicht vorstellen, dass ein ätherisches Wesen sich für Schnaps interessiert.

Aber es nimmt unsere Zuneigung, unseren Respekt und unsere Dankbarkeit zur Kenntnis.

P.S. Ich werde weiterhin Blumensamen streuen …

Ein Segen

29. April 2011

Geburtssegen

Willkommen auf Midgard
Lange Zeit haben wir Deine Eltern auf deine Ankunft gewartet
Dich gehört und gefühlt
Sei willkommen in unserer Mitte

Willkommen auf Midgard
Der Segen der Götter begleite dich auf Deinem Weg
Möge Dir Gutes begegnen
Sei willkommen in unserer Mitte

Willkommen auf Midgard
Mögest Du Stärke und Sanftmut in Dir vereinen
Gehe deinen Lebensweg
Sei willkommen in unserer Mitte

Willkommen auf Midgard
Unser Leben wird mit Dir ein Anderes sein.
Wir werden Dir geben was wir haben.
Sei willkommen in unserer Mitte

© Michael Schütz – Asatru Ring Frankfurt  & Midgard – www.asatruringfrankfurt.de

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Willkommensgruß

Möge Dir die Sonne scheinen,

mögest Du mehr lachen als weinen,

mögest Du träumen, tanzen und singen.

mögest Du Liebe zum Blühen bringen,

mögest im Leid voller Hoffnung bleiben,

Menschen und Erde ins Herz Dir schreiben,

möge Dir immer das Gute begegnen,

möge Dich die umfassende Liebe segnen.

Mein Engel

16. März 2011

Engel

Im Frühjahr wird ja gerne mal das Frühlingsgedicht (…Frühling lässt sein blaues Band …)  von Rilke zitiert.
Mir war heute aber mal so nach Engel und da flatterte mir praktischer Weise dieses Gedicht entgegen:

 

Ich ließ meinen Engel lange nicht los,
und er verarmte in meinen Armen
er wurde klein und ich wurde groß:
Auf einmal war ich das Erbarmen,
und er eine zitternde Bitte bloß.

Da hab ich ihm seine Weite gegeben, -
und er ließ mir das Nahe, daraus er entschwand;
er lernte das Schweben, ich lernte das Leben,
und wir haben langsam einander erkannt…

Rainer Maria Rilke

Räucherbuch

11. Februar 2011

Auf der Seite der Schamanin Wiebke Haarkemper www.auf-dem-naturweg.de gibt es ein kostenloses Räucherbuch mit heimischen Kräutern zum kostenlosen Download.

Heimische Kräuter bedeutet, dass sie z.B. keine exotischen Harze verwendet, sondern Pflanzen, die in jedem Garten oder an jeder besseren Ecke vorkommen, wie Ackerschachtelhalm oder Beifuss.

Ich finde, dass ist eine gute Idee und eine wertvolle Arbeit, die einem dazu inspirieren hilft, auch beim Räuchern auf Nachhaltigkeit und Ökologie zu achten.

Wardruna

11. Februar 2011

Diese Musik hat uns alle sehr stark inspiriert und zum Denken angeregt.

Bella meinte dazu sehr schön:

Also für mich ist Wardruna … der spiegelbildliche Bereich der Musik in dem wir uns religiös bewegen.

 

Dem kann ich nur zustimmen!

 


Imbolc – Das Fest des Lichts

11. Februar 2011

Vom Licht gezeichnet

In einem fremden Garten, der uns dennoch wohl bekannt war, trafen wir uns am letzten Samstag, um Imbolc zu feiern.

Krauli der Drache

Behütet wurden wir von Krauli, einem Steindrachen, der wirklich grinst, wenn man ihn am Kinn krault.

Imbolc 11 CollageWir machten eine Lichtmeditation, segneten Kerzen und Blumensamen und uns selbst, vollführten das große Ritual, sangen, tanzten, trommelten …

Wächter

Und bedankten uns am Schluss bei allen unseren Wächtern.

Es hat geholfen:

Am nächsten Tag schien die Sonne!

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